Mundart: Nit zu ernscht nemme, aber ernscht schu … – Alemannisches von Stefan Pflaum STADTGEPLAUDER | 21.05.2026 | Stefan Pflaum
Der Mundart-Autor aus Schallstadt von Bränden und Befindlichkeiten
Weltwit brennt’s an alle Ecke,
Lampe gheie vun de Decke,
Schiibe platze, Gläser klirre,
Fraue mit de Kinder irre
zueme bombesichre Keller,
ohni z wisse wo und weller
un schun kracht’s im nächschte Huus,
Fiier, Rauchschwade, Ruß.
Uffgschreckti Vögel schwirre
über uffgrissni Wiese.
Un mir? Mir hen kei Krieg.
Mir hen defür ä Spritpreiskrise.
Rente, Steuer, Energie,
Gsundheit un Sozialsysteme –
des sin unsri Hauptprobleme.
Reforme müsse her.
Doch Reforme die sin schwer.
Mr muss si ussprobiere,
un tauge si nix, grad nomol reformiere.
So stritte Kanzler, Vize un Minischterin,
doch macht des inre Koalition au Sinn?
Do froogsch di doch, was mache die do obe?
Schwätze vun Steuersenkung, Pendlerpauschale,
Tempolimit, Spritpreisdeckel un Belaschtungsprobe.
Un so goht’s wittersch zruck un vor
vun Eigetor zu Eigetor.
Ja, Politik isch wägerli schwer
un si wär liichter, wenn sie liichter wär.










