Spielspaß im Flitzkreis – Rasante Kreisspiele für flinke Füße und aufgeweckte Kinder Kinderspiele | 03.09.2025 | Norbert Stockert

Kinder heben sich an Händen im Kreis

Kreisspiele machen Kindern viel Spaß und fördern Bewegung, Teamgeist und Reaktion. Sie eignen sich perfekt für draußen im Sommer, können bei schlechtem Wetter aber auch drinnen gespielt werden. Ob zur Auflockerung, zum Austoben oder einfach zwischendurch – diese peppigen Fangspiele mit Fuchs und Hühnern, Bär und Schafen oder einem Wolf im Schafspelz bringen alle in Schwung!

Komm mit – lauf weg!

Die Spielenden stellen sich im Handkreis auf. Ein einzelner Spieler läuft um den Kreis herum. Er tippt einen beliebigen Spieler an und sagt zu ihm entweder: „Komm’ mit!“; dann rennt der Betreffende hinter ihm her. Oder er ruft: „Lauf’ weg!“; dann rennt derjenige in Gegenrichtung um den Kreis. Wer von den beiden zuerst an der Kreislücke ankommt, schließt den Kreis. Der andere ist nächster Läufer.

Bär und Schafe

Die Spielenden stellen sich im Kreis auf; sie sind „Schafe“. Ein einzelner Spieler legt sich als „Bär“ in die Mitte. Die Kreisspieler sprechen gemeinsam den folgenden Text:

„Die Uhr schlägt 1, es ist keiner da.

Die Uhr schlägt 2, es ist keiner da.

Die Uhr schlägt 3, es ist keiner da.

Die Uhr schlägt 4, da kommt das wilde Tier!“

Nach dem letzten Wort springt der Bär auf. Die Schafe fliehen vor ihm bis zu einer vereinbarten Linie. Der Bär versucht, Schafe vor der Linie abzuschlagen. Diese werden dann auch zu Bären. Dann beginnt die nächste Runde. Das geht so lange, bis alle Schafe „gefressen“ sind.

Fuchs und Hühner

Die Spielenden stellen sich im Handkreis auf; sie sind „Hühner“. Ein einzelner Spieler legt sich als „Fuchs“ in die Mitte. Die Kreisspieler sprechen gemeinsam den folgenden Text und machen dazu die entsprechenden Bewegungen:

„Klein“: In die Hocke gehen, sich klein machen.

„Groß“: Die Arme heben, sich groß machen.

„Hände los“: Die Hände loslassen.

„Bück dich!“: Sich bücken.

„Fang mich!“

Nach dem letzten Wort springt der Fuchs auf. Die Hühner fliehen vor ihm bis zu einer bestimmten Linie. Dasjenige Huhn, das der Fuchs als Erstes vor der Linie abschlägt, ist in der nächsten Runde der neue Fuchs.

Kreisverkehr

Die Spielenden stellen sich so im Kreis auf, dass zwischen allen eine Lücke besteht. Ein einzelner Spieler läuft um den Kreis herum. Er stellt sich in eine beliebige Lücke. Daraufhin rennt der Spieler rechts von ihm nach rechts um den Kreis; der Spieler links von ihm läuft nach links um den Kreis. Derjenige Spieler, der zuerst an seinem alten Platz ankommt, stellt sich wieder dorthin. Der andere ist nächster Läufer.

Wolf im Schafspelz

Die Spielenden stellen sich im Kreis auf und halten die Hände auf dem Rücken. In der Mitte liegt eine Zeitungsrolle. Die Spielleitung geht außen herum und zwickt einem beliebigen Spieler in die Hand; dadurch bestimmt sie ihn zum „Wolf“.

Nun sprechen alle gemeinsam den folgende Text:

„Der Wolf ist fort, der Wolf ist fort,

er ist an einem anderen Ort,

er ist nicht hier, er ist nicht da,

er ist wohl in Amerika!“

Nach dem letzten Wort springt der Spieler, der Wolf ist, in die Mitte und schnappt sich die Zeitungsrolle. Die anderen Spieler fliehen vor ihm bis zu einer bestimmten Linie. Er versucht, möglichst viele Spieler vor der Linie mit der Zeitungsrolle abzuschlagen. Dann beginnt die nächste Runde.

Speichenrennen

Die Spielenden teilen sich in gleich große Gruppen auf. Die Spieler jeder Gruppe setzen sich hintereinander hin, so dass alle zur Mitte schauen und einen großen Kreis bilden. Sie sind nun angeordnet wie die Speichen eines Rades.

Ein einzelner Spieler läuft außen herum. Er tippt den letzten Spieler einer Speiche an. Daraufhin steht die ganze Gruppe auf und läuft hinter ihm her. An der Kreislücke angekommen, setzen sich die Spieler wieder hintereinander hin. Wer als Letzter ankommt, ist nächster Kreisläufer.

Norbert Stockert

Zur Person:
Norbert Stockert ist Diplom-Pädagoge, Spielpädagoge sowie Vorstandsmitglied des Vereins Spielmobil Freiburg. Der heute 75-Jährige hat bereits Bücher und Zeitschriftenaufsätze zu Spielthemen publiziert und bildet Lehrer und Erzieher fort. Zudem macht er Spielprojekte für Groß und Klein und hilft weiterhin beim Spielmobil aus.

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