Platte des Monats: „Gogo Vago“ (LP) von Malaka Hostel 4Musik | 20.07.2023 | Till Neumann
Die Band Malaka Hostel meldet sich mit dem dritten Album zurück. Die fünf Freiburger kommen aus dem Wagenburg-Milieu und sind vielgereiste Vagabunden. So finden sich in ihren Songs Einflüsse aus vielen Ecken der Welt. Global Umpa nennen sie den Blumenstrauß an Styles.
Bunt treiben es die Malakas um Sänger Viktor Myron Wagner auch auf „Gogo Vago“ (Los, los Faulpelz). Die Band setzt auf Tanzbares, mal zum Jubeln, mal zum Mitsingen, mal zum Nachdenken. Eine ekstatische Gitarre eröffnet den Ball in „Vagos Dream“. Gefolgt von einem wilden Mix aus Bläsern inklusive Mundharmonika und Drums. Was auch in einem Zirkuszelt funktionieren könnte,
macht hier Lust zu tanzen.
In „Bon Voyage“ gibt’s einen französischen Chorus, in „Me Voy“ spanischen Gesang von Tatán, Frontmann der Freiburger Band El Flecha Negra. Das deutschsprachige „Sternentaucher“ liefert Ska-Elemente, „Phoenix“ kommt mit rockigerem Sound und arabischen Vocals einer Sängerin daher. Orientalisch klingt’s bei „Yai Gibi“.
Wer in 32 Minuten um den Globus grooven möchte, ist bei den Malakas richtig. Das Album ist eine Reise, die wenig roten Faden bietet, dafür umso mehr Überraschungsei-Momente. Live zu sehen gibt’s das am 19. Juli im Badische-Zeitung-Zelt des ZMF.

Gogo Vago (LP)
Malaka Hostel
Global Pop









