Wo Kaufen leichter als Mieten ist – Postbank Wohnatlas 2026: Freiburg unter den teuersten Top-6-Städten Bauen & Wohnen | 28.08.2026 | Lars Bargmann
Kein Licht am Ende des Tunnels: In Freiburg sind die teuren Mieten das Dauerthema auf der politischen Bühne
Die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Deutschland sind 2025 erstmals wieder leicht (+0,6 Prozent) gestiegen. Gleichzeitig ist das durchschnittliche Haushaltseinkommen über alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte seit 2024 nominal um 9,4 Prozent gewachsen, und die Einkommensbelastung durch den Wohnungskauf im Durchschnitt gesunken. Das steht im jüngsten Postbank-Wohnatlas, der vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) erstellt wurde.
Wer kaufte, musste im vergangenen Jahr für eine 70 Quadratmeter große Bestandswohnung 17,2 Prozent des durchschnittlichen Haushaltseinkommens für die laufende Kreditfinanzierung aufwenden. Im Vorjahr waren es noch 18,4 Prozent. Auch die Einkommensbelastung für Mieter ist zurückgegangen – allerdings deutlich weniger als beim Kauf. Sie zahlten im Schnitt über alle Regionen hinweg 13,5 Prozent ihres Haushaltseinkommens für die Nettokaltmiete einer 70-Quadratmeter-Bestandswohnung. Im Vorjahr waren es 14,1 Prozent. Somit belastet der Kauf einer Wohnung in einigen Regionen das Einkommen weniger als die Miete.
Laut der Studie leben derzeit 30 Prozent der deutschen Haushalte in einer sehr günstigen Kaufregion. In 160 Landkreisen und kreisfreien Städten reichen weniger als 15 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens aus, um laufende Kreditzahlungen für den Kauf einer gebrauchten 70-Quadratmeter-Wohnung zu bedienen*. Die Anzahl dieser Regionen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen: 2024 waren es nur 130 Regionen.
Ein Fünftel der Haushalte leben dagegen in einer von 38 Regionen, in denen die Kaufpreise im Vergleich sehr hoch sind. Dort müssen mindestens 25 Prozent des Haushaltseinkommens für die Kreditfinanzierung eingesetzt werden (2024: 25 Prozent der Haushalte in 56 Regionen).
„Der Vergleich von Miete und Kauf einer Wohnung fällt in vielen Regionen wieder zugunsten von Eigentum aus. Während die Mieten deutlich zulegen, steigen Kaufpreise nur moderat, gleichzeitig wachsen die Einkommen“, kommentiert Manuel Beermann, Leiter Produktmanagement Immobilien der Privatkundenbank in Deutschland.
Freiburg liegt bei der Einkommensbelastung beim Kauf hinter München (41 Prozent), Berlin (39,5), Hamburg (37,8), Potsdam (36,9) und Frankfurt (36,2) mit 33,4 Prozent auf Rang 6. Bei der Miete mit 23,6 Prozent hinter München und Berlin auf Platz 3.
Das meiste Geld vom Einkommen für den Kauf der beispielhaften 70 Quadratmater müssen allerdings weder die Münchner noch die Berliner oder Hamburger auf den Tisch blättern: Im Landkreis Nordfriesland (mit den Inseln Sylt, Föhr und Amrum) sind es 45,7 Prozent.
* Rechnung gilt für ein Annuitätendarlehen in Höhe von 80 Prozent des Kaufpreises inklusive Grunderwerbsteuer und zwei Prozent Notargebühren mit anfänglichem Tilgungssatz von 2,42 Prozent und einem Kreditzins von 3,75 Prozent pro Jahr.









