Freiburg resistenter – S-Immo bilanziert gutes Jahr 2025 business im Breisgau | 26.05.2026 | Lars Bargmann

Neues Projekt in St. Georgen: Auch hier sucht die S-Immo noch Käufer für die kleine Wohnanlage am Tiroler Weg. Neues Projekt in St. Georgen: Auch hier sucht die S-Immo noch Käufer für die kleine Wohnanlage am Tiroler Weg.

Die Immobiliengesellschaft der Freiburger Sparkasse (S-Immo) hat im vergangenen Jahr 146 Immobilien im Wert von 72,4 Millionen Euro vermarktet. Ein Plus von 14 Prozent oder neun Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Geschäftsführer Oliver Kamenisch sprach bei der Vorstellung des neuen Wohnmarktberichts unlängst vor Journalisten von einem „sehr guten Jahr, die Nachfrage war hoch, neuwertige Immobilien haben sich besonders gut entwickelt.“ Im laufenden Jahr allerdings hat sich dieser Trend in den ersten vier Monaten vor allem im Umland nicht fortgesetzt.

„Aktuell merken wir vor allem im nördlichen Breisgau eine starke Zurückhaltung beim Immobilienkauf“, sagt Kamenisch im Gespräch mit dem chilli. In Freiburg sehe das noch anders aus, da sei der Druck auf den Wohnungsmarkt unverändert hoch. Allerdings spielten die externen Faktoren – Trump, der Nahostkrieg, Ukraine, Spritpreise und auch wieder steigende Finanzierungszinsen – im gesamten Geschäftsgebiet bei den Kaufwilligen und dort vor allem bei den Eigennutzern durchaus eine Rolle. Deswegen führt das S-Immo-Team derzeit auch viele Preisgespräche mit den Verkäufern.

„Der Immobilienmarkt spiegelt die gesellschaftliche Stimmungslage wider. Unsicherheiten auf der Welt erreichen unsere Region, aber Freiburg hat bewiesen, dass es diese Phasen besser übersteht als viele andere Märkte“, sagte Philipp Plath, das neue Vorstandsmitglied der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Fürs vergangenen Jahr stimmte das. Laut neuem Wohnmarktbericht, erstellt von Marco Wölfle, dem wissenschaftlichen Leiter des Center for Real Estate Studies (CRES) an der Deutschen Immobilien-Akademie der Universität Freiburg, sind die Höchstpreise aus der Niedrigzins­phase in Freiburg fast wieder erreicht. Bei Immobilien ab Baujahr 1990. Ältere oder unsanierte Immobilien verzeichneten indes kaum Wertsteigerungen.

Zudem habe sich, so Kamenisch, die Vermarktungsdauer auf im Schnitt 90 Tage erhöht. „Der Markt bewegt sich seitwärts, aber das ist keine Schwäche. Freiburg ist strukturell einer der robustesten Immobilienmärkte in Deutschland. Wer Geduld mitbringt, ist gut aufgestellt“, so Wölfle. Bis ins Jahr 2040 würden die Haushaltszahlen im Regierungsbezirk Freiburg weiter zunehmen, vor allem in der Altersgruppe der 60- bis 85-Jährigen: „Die Mieten steigen weiterhin regelmäßig, was Wohneigentum als langfristige Anlage attraktiv hält.“

Aktuell hat die S-Immo 75 Immobilien in der Vermarktung. Darunter auch mehrere Neubauvorhaben: Beim Projekt Sommerhöfe in Denzlingen sind 19 der 25 Eigentumswohnungen verkauft (am 13. Juni gibt es dort einen Tag der offenen Baustelle), beim Projekt Sonnhalde in Waldkirch-Kollnau haben 40 der 52 Einheiten im ersten Bauabschnitt neue Eigentümer, und beim jüngsten Bauvorhaben im Freiburger Stadtteil St. Georgen, bei dem die zehn Wohnungen erst Anfang Mai in die Vermarktung gingen, gibt es bereits die ersten Reservierungen. Erfolgreich war die Sparkassen-Tochter auch beim Stadtbau-Projekt Metzgergrün, wo mittlerweile 11 der 24 Einheiten protokolliert und drei weitere reserviert wurden.

Den Wohnmarktbericht 2026 der S-Immo gibt es kostenfrei hier: s-immobilien-freiburg.de. Ebenda ist auch das nächste S-Immo-Webinar zu finden: Am 21. Mai, ab 19 Uhr stellen Marco Wölfle und Oliver Kamenisch den Wohnmarktbericht 2026 en détail vor.

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