Sicher zur Schule – Mit dem VCD den besten Schulweg finden Mobilität | 12.09.2025 | Marianne Ambs
Mit dem Schulweg-Routing können Erstklässler die Gefahren auf dem Weg zur Schule erkennen und vermeiden.
Am 15. September starten in Baden-Württemberg mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler in das neue Schuljahr. Darunter sind auch etwa 100.000 Schulanfänger. Der Start in die Grundschule, das bedeutet nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Auch der Schulweg ist für die Grundschüler eine aufregende Sache. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Schlechte Sicht, zu schnell fahrende Autos und fehlende Radwege machen den Weg zur Schule für viele Kinder zu einer Herausforderung mit vielen Gefahren.
Das Elterntaxi ist keine geeignete Alternative, denn nur, wenn die Kinder den Weg zur Schule einüben, die Gefahren kennen und den Weg regelmäßig gehen, können sie sich zu aktiven und selbstbewussten Schulkindern entwickeln. Das Land Baden-Württemberg unterstützt Familien und Schulen mit Angeboten zur Planung des Schulwegs. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung stellt ein Erfassungstool für die Schulwegeplanung zur Verfügung. Das ressortübergreifende Programm „Movers – aktiv zur Schule“ unter Federführung des Verkehrsministeriums bündelt Maßnahmen für sichere und aktiv zurückgelegte Schulwege. Es wurde gemeinsam mit dem Kultusministerium und dem Innenministerium konzipiert und wird auf Landesebene von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW) koordiniert.
Zum neuen Schuljahr haben nun der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und die Initiative für sichere Straßen Familien dazu aufgerufen, gefährliche Stellen auf dem Schulweg ihrer Kinder, Enkelkinder oder Geschwister in eine virtuelle Deutschlandkarte einzutragen. Es konnten gefährliche Wegabschnitte gemeldet werden, zum Beispiel unübersichtliche Stellen sowie Wege mit schlechten Straßenverhältnissen oder häufigem Fehlverhalten durch Fahrer. Zudem konnte angegeben werden, ob vor allem Fußgänger oder eher Radfahrer gefährdet sind. Je nach Gefahrenart konnte ein sogenannter Gefahrenauslöser bestimmt werden, wie zum Beispiel schlechte Sicht oder zu hohes Tempo.
Die Ergebnisse der Meldungen werden auf Bundes- und Landesebene ausgewertet und im September veröffentlicht. Alle gemeldeten Gefahrenstellen fließen gemeinsam mit weiteren Faktoren wie etwa Unfalldaten und Daten aus Fahrzeugen in das von der Initiative entwickelte Schulweg-Routing ein: Eltern können auf dem Portal schulwege.de die sicherste Route von zu Hause zur Schule berechnen und diese dann mit ihren Kindern üben.
Die beteiligten Verbände wollen mit ihrer Schulweg-Initiative auf Missstände in der Verkehrspolitik aufmerksam machen, Veränderungen vor Ort anstoßen und Reformen auf Bundesebene anmahnen. Denn sichere Schulwege sollten selbstverständlich sein.
Info:
www.schulwege.de
www.schulwegplaner-bw.de
www.movers-bw.de
www.vcd.org/schulmobilitaet
https://www.zu-fuss-zur-schule.de/
https://www.strasse-zurueckerobern.de/anleitungen/mit-schulstrassen-sicher-unterwegs-so-gehts/
https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/kindersicherheit/schulweg/
Foto: © iStock.com/monkeybusinessimages








