Pflanzenwissen: Weiße Blüten und schwarze Früchte – Kräuterpädagogin Monika Wurft über den heilsamen Schwarzen Holunder 4Literatur & Kolumnen | 18.06.2026 | Monika Wurft
„Vor dem Holunder zieh den Hut herunter!“ – mit diesem alten Spruch bringt der Volksmund seine Hochachtung vor dem Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) zum Ausdruck.
Im Wonnemonat Mai startet er mit seinen weißen Blütentellern in die Saison. Diese wohlduftenden Blüten werden als Tee bei Erkältungskrankheiten geschätzt oder ergeben – zu Sirup verarbeitet – mit Sekt oder Wasser verdünnt ein erfrischendes Getränk.
Ab August sind die schwarzen Holunderbeeren erntereif. Ihr Saft, durch Kochen gewonnen, kommt als schweißtreibendes Hausmittel bei Fieber und zur Stärkung des Immunsystems zum Einsatz. Wichtig: Holunderbeeren dürfen nicht roh verzehrt werden, sonst drohen Übelkeit und Durchfall.
Der schnellwüchsige Holunder ist an seinen sparrig wachsenden Ästen und der warzigen Rinde gut zu erkennen. Ein Hollerbusch wird zwischen acht und zehn Meter hoch und ist eine Augenweide für jeden Garten.
Da sich das Mark aus seinen Ästen leicht herausdrücken lässt, können Flöten, Windorgeln und kleine Vasen daraus gebastelt werden.









