Schreiner-Stars – Lehrlingsfreisprechungsfeier 2025 der Schreiner-Innung Handwerk | 10.09.2025 | Marianne Ambs

Pia Kuner Pia Kuner

Es ist kein Wunder, dass junge Frauen und Männer sich für den Schreinerberuf begeistern. Der Werkstoff Holz fasziniertund ist nachhaltig. Nach drei Jahren Ausbildung steht die Gesellenprüfung mit der Präsentation des Gesellenstücks an. Ende Juli starteten bei der Freisprechungsfeier in der Meckelhalle der Sparkasse Freiburg 30 Junggesellinnen und Junggesellen in das Berufsleben als Schreiner.

Ob Möbelschreiner, Holzhausbauer  oder Altbausanierer – das Schreinerhandwerk hat viele Facetten. Schreinereien sind große Hausbau­unter­nehmen oder Ein-Mann-Betriebe, ökologisch geprägte Innensanierer oder ideenreiche Möbelschreiner. Während der Ausbildung lernen die Frauen und Männer das Gestalten und Konstruieren von Objekten, die Organisation von Arbeitsplätzen, das Veredeln von Werkstücken, Montage und Restaurierung, den Umgang mit Werkzeug und Maschinen und natürlich die Arbeit mit Holz in allen Facetten.

Matthias Rieps

Matthias Rieps

Auch wenn die jungen Schreinerinnen und Schreiner nicht bei ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben, stehen ihnen viele Chancen offen. Schreiner werden gesucht, viele Stellen sind unbesetzt.

Wie vielseitig die Schreinerausbildung ist, können die Gesellinnen und Gesellen bestätigen, die am 25. Juli bei der Freisprechungsfeier der Schreiner-Innung ihre Gesellenbriefe erhalten haben. Zuvor waren die Gesellenstücke in der Meckelhalle ausgestellt und konnten von Besuchern begutachtet werden. Begleitet wurde die Ausstellung schon zum 14. Mal von einer Lehrstellenbörse, bei der sich interessierte Jugendliche um eine Lehrstelle bewerben konnten.

Bei der Feier fand auch die Auslobung der Formpreise statt, die in Zusammenarbeit mit dem Landesfachverband Schreinerhandwerk Baden-­­­Württemberg in Stuttgart organisiert wird. Wie schon im vergangenen landete eine Frau auf dem ersten Platz: Pia Kuner (Schreinerei Baldinger, Merdingen) hat für ihr hängendes Lowboard 93,35 Punkte bekommen und den ersten Platz erreicht. Und wurde als Innungssiegerin und Formpreissiegerin ausgezeichnet.

Knapp dahinter landete auf dem zweiten Platz Matthias Rieps (Schreinerei Martin Koch, Bahlingen), der mit einer Kiste aus Massivholz, gefertigt aus Esche und Eiche, 93,05 Punkte sammelte. Auf den dritten Rang schaffte es Robin Kühn (Schreinerei Schnurr, Merdingen) mit einem Vitrinenschrank aus Esche, für den er 92,75 Punkte bekam.

Robin Kühn

Robin Kühn

Während der Ausstellung konnten die Besucherinnen und Besucher auch ihren Schreiner-Nachwuchsstar wählen. 482 haben abgestimmt. Den meisten hat ein Sideboard aus Eiche von Johannes Eckerle am besten gefallen, er bekam 71 Stimmen. Stolz nahm er die Urkunde mit dem Titel „Schreiner-Nachwuchs-Star“ entgegen.

Bei der Freisprechung am Ende der Feier sprach Innungs-Obermeister Bernd Schwär die Gesellinnen und Gesellen von ihrer Lehrzeit frei und wünschte ihnen Mut und Kreativität für ihren Berufsweg. Mit der Übergabe der Gesellenbriefe und der Preise endete der offizielle Teil der Feier.

Im kommenden Jahr freut sich die Schreiner-Innung Freiburg auf ihr 200-jähriges Jubiläum. Ein Team um Schwär plant ein Jubiläumsprogramm mit zahlreichen Aktivitäten. Das Schreinerhandwerk soll in seiner ganzen Bandbreite und Vielseitigkeit der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Es gibt aktuell noch freie Ausbildungsplätze.
Mehr: www.schreinerinnung-freiburg.de

Fotos: © Schreiner-Innung Freiburg