Ein Schreiner und sein Doppelgänger: Fürstenberg Brauerei präsentiert neue Kampagnengesichter Wirtschaft | 04.04.2022 | Pascal Lienhard

Enthüllung Plakat Gewinner Maximilian Riedt und Geschäftsführer Georg Schwende bei der Enthüllung des Plakats.

Maximilian Riedt blickt auf einen überlebensgroßen Doppelgänger. „Das wirkt recht unwirklich“, sagt der 30-Jährige aus dem Elztal. Der Schreiner hat den Wettbewerb „Charakter zeigen“ der Fürstenberg Brauerei aus Donaueschingen gewonnen. Neben Bier-Abo und Spendenbudget kann er sich über rund 1.000 Plakate mit seinem Gesicht freuen.

Im April vergangenen Jahres hatte die Brauerei einen Onlinewettbewerb ins Leben gerufen. Ziel war es, Protagonisten für die Werbekampagne „Süden ist…Reine Charaktersache“ zu finden. Gesucht wurden Menschen, die mit besonderen Geschichten für die Biermarke stehen. Zwar habe man schon in der Vergangenheit solche Geschichten erzählt, erklärt der Marketing-Verantwortliche David Nau. Doch wurden diese bisher mit Models nachgestellt. „Nun haben wir die echten Gesichter in Reinform.“

„Wir hatten die Qual der Wahl“, blickt Nau zurück. Von mehr als 100 Einsendungen fiel die Wahl auf Riedt. Seine Geschichte ist unkonventionell: Nach dem Studium der Sozialpädagogik begann er eine Ausbildung zum Schreiner, machte sich jedoch schnell mit einer besonderen Ressource selbstständig: historischem Altholz. Mit diesem baut Riedt rustikale Möbel und tut so auch etwas für die Nachhaltigkeit. Das Holz bezieht sein Betrieb etwa von alten Höfen oder Scheunen. Ebenfalls für die Imagekampagne in Szene gesetzt wurde die zweitplatzierte Katharina Sandmann. Neben ihrem Beruf als Bankangestellte hat sie eine Alpaka-Zucht im Zastlertal aufgebaut.

Bei der Plakatenthüllung in Donaueschingen wirkt Riedt noch etwas verlegen. Zwar sei er durch seinen Betrieb in den sozialen Medien durchaus schon präsent. „An diese Rolle muss ich mich aber erst noch gewöhnen“, sagt er mit Blick aufs Plakat. Neben einem Bier-Abo erhält Riedt von Geschäftsführer Georg Schwende eine Spende in Höhe von 1.000 Euro. Als Empfänger hat sich Riedt sich für die „Aktion Deutschland hilft / ARD Notfallhilfe Ukraine“ entschieden.

Foto: © Pascal Lienhard