Alles unter einem Dach – Rainhof-Stube Kirchzarten Schlemmen & Sürpfeln | 20.09.2026 | Marianne Ambs

Rainhof-Stube Kirchzarten

Thomas Drubba kommt gerne zur Arbeit. Am liebsten mit dem ­Fahrrad, genau wie viele seiner Gäste aus Freiburg und dem Dreisamtal. Sie kommen oft spontan, ohne Reservierung und mit der ganzen Familie in die historische Scheune im Kirchzartener Ortsteil Burg. Die Gaststätte, die Rainhof-Stube, und die Marktscheune haben an sieben Tagen in der ­Woche geöffnet, 365 Tage im Jahr. Ein Ausflugsziel für spontanen Genuss.

Im Oktober 2024 haben Susann und Thomas Drubba die Leitung der sorgfältig renovierten Rainhofscheune übernommen. Seither ist hier alles in einer Hand, oder, wie Thomas Drubba sagt, „unter einem Dach“. Das erste Jahr war herausfordernd. „Da hatte ich auch mal schlaflose Nächte“, erinnert sich Drubba an die Anfangszeit. Inzwischen läuft alles rund. Die Hotelzimmer, das Aufgabengebiet von Susann Drubba, sind fast immer ausgebucht. Das Restaurant ist gut besucht. Zu den atmosphärischen Fondue-Abenden nehmen Paare gerne auch einen weiteren Weg nach Kirchzarten auf sich. Täglich ab 7.30 Uhr gibt es Frühstück, einmal im Monat wird zum Scheunen-­Frühstück mit Musik eingeladen.

Frisches Gemüse von Produzenten aus der Umgebung, Fleisch aus dem Schwarzwald, Weine aus dem Markgräfler­land –
bei Susann und Thomas Drubba stehen ­authentische Gerichte auf der Karte.

Frisches Gemüse von Produzenten aus der Umgebung, Fleisch aus dem Schwarzwald, Weine aus dem Markgräfler­land – bei Susann und Thomas Drubba stehen ­authentische Gerichte auf der Karte.

In der Rainhofscheune gibt es keinen Ruhetag, anders als in vielen anderen Gasthäusern der Region. Dafür brauche es ein hohes Maß an Organisation im Hintergrund, betont Thomas Drubba. Nur so sei es möglich, auf individuelle Wünsche der Gäste schnell zu reagieren. Viel Arbeit, wenig Freizeit: Für Thomas und Susann Drubba kein Problem. Sie verstehen sich als leidenschaftliche Dienstleister. „Dienen und leisten, das muss man gerne machen“, beschreibt Thomas Drubba sein Selbstverständnis als Gastronom und Hotelier. Der Wunsch, Koch zu werden, sei in der Unternehmerfamilie Drubba neu gewesen, erinnert er sich. Doch schon mit 14 Jahren ließ er sich nicht von seinem Traum abbringen, lernte im Familienbetrieb – „eine harte Schule“ – und ging dann nach St. Moritz in die Schweiz. Mit 24 Jahren kehrte er zurück und wurde Chef im familieneigenen Hofgut Sternen. Nach dem Ende dort suchten Thomas und Susann Drubba nach einer neuen Aufgabe. Die Rainhofscheune passte perfekt. „Wir wollen ein verlässlicher regionaler Treffpunkt sein, für Gäste aus dem Dreisamtal, aus Freiburg, für Touristen und Tagesgäste.“ Dieses Konzept setzt das Ehepaar konsequent um.

Frisch und regional aus Überzeugung

Paar beim Essen

Die Rainhofscheune, sagt Drubba, sei einzigartig im Dreisamtal, ein Gebäudeensemble, das Tradition und Moderne vereint. Unter dem historischen Dach der Scheune gibt es das Hotel mit 16 individuell eingerichteten Zimmern und Wellnessbereich, die Marktscheune mit regionalen Produkten, das gemütliche Café Wohnzimmer und die Rainhof-Stube, die mit ihrer authentischen Küche überzeugt. Thomas Drubba vertraut seinem Küchenteam, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die seine Leidenschaft für die Gastronomie teilen. Deshalb kann er sich mit seiner Familie beruhigt acht Wochen Urlaub im Jahr gönnen. Den Rest des Jahres stehen er und seine Frau in der Rainhofscheune, managen Stube, Hotel, Marktscheune, Café und Eventlocation. Auch wenn Thomas Drubba eher selten selbst für die Rainhof-Stube am Herd steht, prägt er die Speisekarte. Sie bedient viele Geschmäcker und setzt konsequent auf Frische und Regionalität. Susann Drubba erzählt, Freunde sagten oft, es schmecke „wie bei uns zu Hause“, wenn sie in der Rainhof-Stube essen. Für ihren Mann ist das „ein großes Lob“. Regelmäßig, fast täglich, kocht er daheim für die Familie, für Gäste. In der Rainhof-Stube gebe es wie zu Hause „100 Prozent frisches Gemüse“. Ausgefallene Geschmacksexperimente sind nicht sein Stil. Seine Gerichte schmecken nach den hochwertigen, frischen Produkten, die er verarbeitet. „Etwas Salz und Pfeffer, mehr braucht es meistens nicht.“

Ort der Begegnung

In der Rainhof-Stube, verspricht Hausherr Thomas Drubba, bringe sein Team das Dreisamtal und die Vielfalt der Region auf den Teller. Dafür wurde die Stube am 16. Oktober 2024 offiziell als „Schmeck den Süden“-Gastronomie mit zwei Löwen ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung bestätigt, dass ein Großteil unserer Gerichte mit Zutaten aus Baden-Württemberg zubereitet wird“, erklärt Drubba.

Innenraum

Ob badische Klassiker, kreative saisonale Gerichte oder süße Leckereien – die Speisekarte hält für jeden Geschmack etwas bereit. Von der Ofenkartoffel oder Badisch Dreierlei für den kleinen Hunger bis zum Filet von der Schwarzwälder Lachsforelle reicht das Angebot der Tageskarte. Für den fleischlosen Genuss stehen unter anderem Salate, Suppen oder eine vegane Gemüse-Bowl zur Auswahl. Den süßen Abschluss bilden hausgemachter Apfelstrudel mit Vanillesoße oder veganes Zitronensorbet. In der Marktscheune gibt es zudem in den warmen Monaten zwölf verschiedene Eissorten. Auf der Weinkarte stehen neben Weinen aus dem Markgräflerland und vom Kaiserstuhl auch ein Rioja und ein Vino Nobile aus der Toskana. Schließlich gehört auch der Tourismus zum Geschäftszweig der Rainhofscheune. Auf besondere Wünsche und Aller­gien geht die Stuben-Küche gerne ein. Besonders freut sich Thomas Drubba auf den Herbst: auf Wild aus dem Dreisam­tal, auf frisches Obst und Gemüse aus den Gärten der Region und auf viele leckere Kürbisrezepte.

Die Regionalität in der Küche setzt sich in der gesamten Rainhofscheune fort. Deshalb hat sie im Juli 2025 vom Naturpark Südschwarzwald das Gütesiegel „Naturparkscheune“ erhalten. Wie in der Stube liegt in der Marktscheune der Schwerpunkt auf nachhaltigen und regionalen Produkten von kleinen Manufakturen und Direktvermarktern aus dem Dreisamtal und dem Schwarzwald. Die Rainhofscheune mit Stube, Hotel und Naturpark Concept Store ist für die Familie Drubba ein „Ort der Begegnung, des Genusses und der Inspiration“. Deshalb gehören Veranstaltungen, Konzerte, Kinderkultur und kulinarische Extras zum Programm. Gerade wurde in der Rainhofscheune das Sommerfest gefeiert. Und auch im Herbst stehen einige Events auf dem Kalender.

Rezept des Monats

Vom Rainhof-Stube Kirchzarten

Schwarzwälder Lachsforellenfilet
auf frischem Fenchel mit Kartoffeln

Schwarzwälder Lachsforellenfilet auf frischem Fenchel mit Kartoffeln

Zutaten für ca. 4 Portionen

8 frische Lachsforellenfilets á ca. 150 g, mit Haut
16 kleine Kartoffeln aus der Region
2 Fenchelknollen
2 EL Passionsfrucht-Essig
3 EL süß-saure Chilisoße
Butter, Sonnenblumenöl, Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln waschen und in Salzwasser ca. 20 Minuten garen. Inzwischen den Fenchel putzen, den Strunk entfernen und in kleine, ca. 2 cm große Würfel schneiden. Etwas Butter in einer Schwenk­pfanne erhitzen, den Fenchel darin kurz anschwitzen und mit dem Passionsfrucht-Essig ablöschen. So viel Wasser angießen, dass der Fenchel gerade bedeckt ist und etwa 4 Minuten sanft köcheln lassen. Der Fenchel darf gerne noch etwas Biss haben.

Die Lachsforellenfilets abspülen, trocken tupfen, mit etwas Salz würzen und in einer Pfanne mit Sonnenblumenöl zunächst auf der Seite ohne Haut ca. 2 Minuten anbraten. Wenden und auf der Hautseite weitere 2 bis 3 Minuten braten, je nach Dicke der Filets. Die Haut darf schön knusprig werden.

Die Kartoffeln abgießen, in etwas Butter schwenken und mit Salz und einer Prise Pfeffer würzen. Den Fenchel erneut erhitzen und mit der süß-sauren Chilisoße abschmecken.

Zum Anrichten den Fenchel auf die Teller geben, das Lachsforellenfilet mit der Hautseite nach oben daraufsetzen und die Kartoffeln rundherum verteilen.

Wir wünschen guten Appetit!

Fotos: ©  Rainhof-Scheune