Horche Se Mol! – „Ein großer Traum!“ Horche se mol | 28.01.2026 | Marianne Ambs

Andy Hör

Andy Hör ist in den 70er- und 80er-Jahren auf dem elterlichen Hof in Schonach im Schwarzwald aufgewachsen. Das bäuerliche Leben hat ihn geprägt – bis heute lebt er auf dem Schwarzwaldhof der Familie. Jetzt hat er Erinnerungen an Kindheit und Jugend in seinem ersten im Oktober erschienenen Roman verarbeitet.

Herr Hör, wollten Sie schon immer ein Buch schreiben?

Der Wunsch zu schreiben war schon immer in mir, und ich wusste, dass ich mir diesen irgendwann erfüllen würde. Immer wenn ich in Buchhandlungen gestöbert habe, malte ich mir aus, wie es sich wohl anfühlen würde, wenn eines Tages ein Buch von mir hier stehen würde … Ein großer Traum! Im Winter 2023/2024 habe ich beschlossen, mir die Zeit dafür zu schenken. Zeit, um mich mit meinem Innersten zu beschäftigen und auch, um mich mit meiner Sprache auseinanderzusetzen.

Wie lange haben Sie an dem Buch gearbeitet?

Mein Manuskript war in einem halben Jahr fertig. Es floss nur so aus meinen Fingern. Immer wenn es kurz möglich war, habe ich geschrieben. Es war eine tolle Zeit. Wieder in die Vergangenheit hineinzufühlen, in meinen Glauben und meine Spiritualität. Da kam wieder so vieles von mir zum Vorschein … Das Lektorat mit Julia Heinecke dauerte dann ungefähr noch einmal so lange. Diese Zeit war auch super spannend, und ich habe als Anfänger viel gelernt und mitgenommen.

Wie ist es für Sie, nun als Schriftsteller unterwegs zu sein?

Diese Zeit ist wirklich etwas ganz Besonderes für mich: Dieser Leidenschaft nachgehen zu dürfen, dadurch mit so vielen neuen Menschen in Kontakt zu kommen; das Interesse zu spüren, Lesungen zu halten, Menschen zu bewegen, etwas in ihnen auszulösen. Das alles ist wirklich sehr, sehr schön …

Haben Sie schon eine Idee für Ihr nächstes Buch?

Tatsächlich habe ich eine Idee. Eigentlich gibt es die schon, seit ich mit „Was ich sehen kann“ angefangen habe. Ich hatte beim Schreiben gleich zu Anfang zwei Ideen: Der Ursprung ist derselbe, aber es sind zwei ganz unterschiedliche Geschichten … 

Andy Hör: Was ich sehen kann. Eine fantastische Geschichte aus dem Schwarzwald. Badischer Landwirtschafts-Verlag, Freiburg, 2025

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Fotos: © Carle Triberg