Horche Se Mol: „Es war eine emotionale Achterbahnfahrt“ Horche se mol | 08.11.2021 | Erika Weisser

Sina Erdrich

Wenige Tage nach ihrem 24. Geburtstag wurde Sina Erdrich zur Deutschen Weinkönigin ­gewählt. Für ein Jahr ist die Studentin aus Freiburg Botschafterin der deutschen Weine in der Welt.

Lust auf REGIO: Haben Sie mit diesem nachträglichen Geburtstagsgeschenk gerechnet?
Sina Erdrich: Ein wirkliches Geschenk war es ja eigentlich nicht, das war eher richtig Arbeit. Schließlich galt es, vor einer 70-köpfigen Jury einige schwierige fachliche Prüfungen zu bestehen. Und da die Fragen sämtliche Bereiche des Weinbaus, der Kellerwirtschaft und des Marketings betreffen konnten, musste ich auf alles so gut wie möglich vorbereitet sein. Dabei haben die anderen fünf Kandidatinnen, die nach der Vorentscheidung noch übrig waren, ihre Sache auch sehr gut gemacht und jede hätte den Titel verdient. Aber es gibt halt nur eine Weinkönigin, dadurch war es sicher nicht nur für mich schon eine emotionale Achterbahnfahrt. Zunächst konnte ich es gar nicht fassen und ich freue mich immer noch sehr.

Lust auf REGIO: Welche Aufgaben warten nun auf Sie und was liegt Ihnen dabei besonders am Herzen?
Sina Erdrich: Ich werde viel unterwegs sein. Bei Verkostungen, Preisverleihungen, Seminaren, Weinfesten und Präsentationen im In- und Ausland werde ich für die qualitativ hochwertigen Weine werben, die in den 13 deutschen Anbaugebieten erzeugt werden. Dabei geht es mir besonders darum, den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu vermitteln, wie viel Arbeit, Fleiß, Leidenschaft und Herzblut in jeder einzelnen Flasche Wein steckt. Und wie viel Freude: Als Tochter einer Winzerfamilie im Nebenerwerb habe ich schon immer sehr gerne in den Reben mitgeholfen und bereits als Kind erfahren, welch schönes Gemeinschaftserlebnis die Arbeit im Weinberg ist. Besonders dann, wenn alles in reiner Handarbeit geschieht, wie in unseren Durbacher Steillagen. Ich will dazu beitragen, dass die Winzerinnen und Winzer die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen.

Foto: © Deutsches Weininstitut