Heimbau mit Rekordinvestition – Genossenschaft bilanziert und stockt Eigenkapital auf Bauen & Wohnen | 25.09.2026 | Lars Bargmann
Frisch modernisiert: Heimbau-Gebäude an der Boelckestraße in der Unterwiehre und das Heimbau-Ensemble an der Stefan-Meier-Straße
Die Freiburger Baugenossenschaft Heimbau Breisgau hat im vergangenen Jahr mit 3,73 Millionen Euro eine Rekordsumme in den Gebäudebestand investiert. „Wir werden auch in den kommenden Jahren viel Geld in den Bestand investieren, insbesondere weil wir den Energieverbrauch der Häuser reduzieren und eine nachhaltige Energieversorgung etablieren wollen“, so die geschäftsführende Vorständin Edina Szabó.
Energetisch modernisiert, auch mit neuer Solaranlage und Speichern, wurden zwei Gebäude in Gundelfingen und ein Mehrfamilienhaus im Freiburger Stadtteil Opfingen. Zudem wurde Geld in Häuser Am Bischofskreuz und an der Boelckestraße investiert.
Unterm Strich verbuchte die kleinste der drei Freiburger Baugenossenschaften einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,18 Millionen Euro. 940.000 Euro werden in die Rücklagen gesteckt, 240.000 an die Mitglieder als dreiprozentige Dividende ausgeschüttet.
Die Heimbau hatte Ende vergangenen Jahres in Freiburg und Umgebung 1328 Wohnungen, 28 Gewerbeeinheiten sowie 754 Tiefgaragenstellplätze und Einzelgaragen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag bei 8,40 Euro und damit rund 22 Prozent unter dem aktuellen Freiburger Mietspiegel (10,81 Euro).
Die Bilanzsumme 2025 betrug knapp 75 Millionen Euro, das Anlagevermögen gut 70 Millionen, das Eigenkapital beläuft sich aktuell auf 43,6 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote liegt mittlerweile bei 58,3 Prozent. Für Fremdkapitalgeber ist die Heimbau ein sehr robuster Kunde.
Aktuell ist nicht nur der Bestand, sondern auch der Neubau wieder auf der Agenda. So planen die Genossen an der Offenburger Straße 63–69 eine Aufstockung bestehender Gebäude und einen Neubau. Der Freiburger Gestaltungsbeirat unterstützte die Pläne in einer Sitzung im vergangenen Februar, hatte aber auch noch Verbesserungswünsche. Der Bauantrag soll noch im laufenden Jahr gestellt werden. Zudem befindet sich Szabó in Gesprächen mit dem Gundelfinger Bürgermeister Raphael Walz über einen Neubau an der Blumenstraße, wo die Heimbau bereits ein Mehrfamilienhaus mit 15 Einheiten betreibt.
Bis 2045 will die Heimbau ihren Bestand klimaneutral haben. 2025 habe der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Quadratmeter bei 18,1 Kilogramm gelegen und damit deutlich unter dem Vergleichswert der rund 300 Mitgliedsunternehmen im Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen (24,9). Bei der Bekanntgabe der Bilanz für 2024 hatte der Heimbau-Wert allerdings bei 14,8 Kilogramm gelegen.
Fotos: © Baugenossenschaft Heimbau Breisgau









