Halbzeit an der Sonnhalde – Elztal-Projekt erreicht Meilenstein business im Breisgau | 18.07.2026 | Holger Schindler
Eingebettet: Um zu wenig Grün brauchen
sich die Bewohner keine Sorgen zu machen.
Der erste Bauabschnitt des 80-Millionen-Euro-Bauvorhabens Sonnhalde im Elztal ist fertiggestellt und die 70 Wohnungen sind fast komplett verkauft. Im Spätjahr startet der zweite Bauabschnitt.
Malerische Ausblicke in den Schwarzwald, durchdachte Grundrisse, hochwertige Materialien – bei den Sonnhalde-Wohnungen in Waldkirch-Kollnau wollen die Projektentwickler Thomas und Constantin Schindler sich vom Üblichen absetzen. Dieses Konzept hat allerdings seinen Preis. Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts erreicht eines der größten Wohnbauprojekte im Elztal einen wichtigen Meilenstein. Nach etwa vier Jahren Bauzeit sind auf dem Ebertle-II-Areal auf zusammen 12.000 Quadratmetern Grundstücksfläche – knapp zwei Fußballfelder – die ersten vier von insgesamt acht Wohnhäusern bezugsfertig.
70 Eigentumswohnungen sind entstanden, acht sind noch verfügbar. Im Spätjahr soll der zweite Bauabschnitt mit weiteren vier Gebäuden anlaufen. Hinter dem Projekt stehen zwei Generationen einer Architektenfamilie: Thomas Schindler (73), der selbst aus Kollnau stammt und das Bauareal schon aus Kindheitstagen kennt, hat das städtebauliche Konzept entwickelt, sein Sohn Constantin Schindler (30) verantwortet gemeinsam mit ihm die Umsetzung. Das Vater-Sohn-Duo wollte keinen Geschosswohnungsbau von der Stange, sondern etwas Besonderes.
So sollten möglichst viele Wohnungen die Hanglage nutzen und einen freien Blick übers Elztal und die nahen Schwarzwaldhöhen bieten. Statt parallel angeordneter Gebäuderiegel fächern sich die acht Häuser mit je rund 1300 Quadratmetern Wohnfläche in unterschiedliche Richtungen auf. So entstehen neue Sichtachsen und viel Luft zwischen den Gebäuden. Zugleich werden direkte Einblicke zwischen den Wohnungen reduziert. Die Bauten folgen der natürlichen Topografie und fügen sich mit ihren vertikalen, in einem sanften Grünton gehaltenen Holzfassaden trotz ihres Volumens in die Landschaft ein.
„Uns war wichtig, an diesem prägenden Standort Wohnraum zu schaffen, der sich mit der Hanglage, der Landschaft und der gewachsenen Umgebung auseinandersetzt und zur Lebensqualität in Kollnau auch auf lange Sicht beiträgt“, erklärt Thomas Schindler. Architektur, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit seien von Beginn an gemeinsam gedacht worden.
Dieser Anspruch spiegelt sich auch im energetischen Konzept wider. Die Gebäude entstehen im KfW-40-Standard als klimafreundliche Wohngebäude mit QNG-Zertifizierung („Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“). Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, hochwertige Dämmung und die intelligente Ausnutzung der Hanglage sorgen für einen geringen Energiebedarf. Ergänzt wird das Konzept durch langlebige Materialien, barrierefreie Erschließung, Glasfaseranschlüsse sowie eine hochwertige Ausstattung.
Eine Besonderheit ist die gemeinsame Erschließung aller Tiefgaragen durch einen Tunnel von der Kohlenbacher Talstraße am unteren Ende des Areals her. Grund dafür waren nicht zuletzt Kritik und Befürchtungen von Anwohnern, die störenden Zusatzverkehr durchs Quartier befürchtet hatten.
„Ein Großteil der Aufträge ging an Unternehmen aus der Region“, berichtet Constantin Schindler. Kurze Wege, enge Abstimmung und langjährige Partnerschaften sollten nicht nur die Bauqualität sichern, sondern auch die heimische Wirtschaft stärken. Einen kleinen Teil der Wohnungen halte und vermiete man zudem selbst. Auch aus diesem Grund sei man an einer positiven Entwicklung der Anlage sehr interessiert.
Mit Kaufpreisen zwischen rund 6500 und 7000 Euro pro Quadratmeter bewegt sich die Sonnhalde im gehobenen Marktsegment. „Die Nachfrage zeigt aber, dass Käufer durchaus bereit sind, für entsprechende Qualität mehr zu bezahlen“, so Schindler. Beim zweiten Bauabschnitt will man aber noch kompaktere Grundrisse und auch mehr kleinere Wohnungen bauen.
Mindestens 140 Einheiten wird die Sonnhalde am Ende umfassen. Für den zweiten Bauabschnitt seien zwei Jahre Bauzeit vorgesehen. „Wir sind da auch im Gespräch mit Investoren, die eventuell ein Wohnungspaket übernehmen und als Mietwohnungen halten und vermarkten“, so Schindler.
Foto: © Jacob Spegel









