Sartorius eröffnet Kompetenzzentrum – 140 Millionen in Freiburg investiert Politik & Wirtschaft | 23.06.2026 | chilli

Hingucker: Der Neubau braucht keine fossilen Brennstoffe. Hingucker: Der Neubau braucht keine fossilen Brennstoffe.

Der Life-Science-Konzern Sartorius hat in Freiburg sein neues Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Produktion qualitätskritischer Materialien für den Zell- und Gentherapiemarkt eröffnet.Mit der Investition von mehr als 140 Millionen Euro bekräftigt das Unternehmen seine strategische Ausrichtung auf ein wachsendes Geschäftsfeld: Zell- und Gentherapien gewinnen weltweit stark an Bedeutung und machen heute rund 30 Prozent der Entwicklungs-Pipelines für Medikamente aus.

Im Gewerbegebiet Haid-Süd sind auf rund 18.000 Quadratmetern moderne Produktions-, Labor-, und Büroflächen für bis zu 180 Mitarbeitende entstanden. Das neue Gebäude erfüllt höchste GMP-Qualitätsstandards (Good Manufacturing Practice) der biopharmazeutischen Industrie. Zudem kommt es aufgrund innovativer Gebäudetechnik vollständig ohne fossile Brennstoffe aus: Geothermie sorgt für Wärme, Brunnenwasser für Kühlung und Photovoltaik für Stromerzeugung. Für den konsequenten Fokus auf Nachhaltigkeit wurde der Bau mit der Gold-Vorzertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.

Gruppenbild mit Dame: Daniel Spatz, Freiburgs Amtsleiter Robert Staible, CellGenix-Mitbegründerin Felicia Rosenthal, René Fáber und Michael Kleiner, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.

Gruppenbild mit Dame: Daniel Spatz, Freiburgs Amtsleiter Robert Staible, CellGenix-Mitbegründerin Felicia Rosenthal, René Fáber und Michael Kleiner, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.

Daniel Spatz, Geschäftsführer von Sartorius CellGenix in Freiburg, dankte der Stadt Freiburg und den beteiligten Planungs-, Bau- und Technologiepartnern: „Gemeinsam ist hier ein Ort entstanden, der Spitzentechnologie in Forschung und Produktion mit Nachhaltigkeit verbindet.“

Die Eröffnung markiert einen Meilenstein in der Entwicklung des Standortes Freiburg: Im Jahr 2021 hatte Sartorius die Mehrheit an der 1994 am Freiburger Universitätsklinikum gegründeten CellGenix GmbH übernommen; seit Anfang des Jahres ist das Unternehmen vollständig in den Sartorius-Konzern integriert. In den vergangenen fünf Jahren wurde die Zahl der Mitarbeitenden in Freiburg auf rund 140 Personen nahezu verdoppelt.

„Zell- und Gentherapien geben Patienten weltweit Hoffnung auf Heilung von Krankheiten, die bisher als nicht therapierbar galten“, sagte René Fáber, Leiter der Sparte Bioprocess Solutions und Mitglied des Vorstands von Sartorius. Für die Entwicklung und Herstellung dieser innovativen Therapien seien Zytokine, Wachstumsfaktoren und Zellkulturme­dien entscheidend. Freiburg sei „ein wichtiger Teil unseres globalen Netzwerks für diese kritischen Materialien“.

Fotos: © bar, Peter Fränsemeier / Sartorius