Sommerliche Passagierrekorde – Am EuroAirport sinken nur die Nachtstarts business im Breisgau | 20.11.2025 | Lars Bargmann

Nachthimmel überm Rollfeld: 3,7 Millionen Euro an Bußgeldern Nachthimmel überm Rollfeld: 3,7 Millionen Euro an Bußgeldern

Während der Sommer­ferien sind mehr als 2,4 Millionen Passagiere am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg (EAP) befördert worden. Rund neun Prozent mehr als im Vorjahr ein neuer Höchstwert. In der Geschichte des EAP gab es noch nie einen August mit über 1,01 Millionen Reisenden. Und noch nie einen Tag wie den 8. August, als 36.802 Menschen landeten oder abflogen.

„Die Sommerferien sind für den EuroAirport und unsere Partner stets eine besonders intensive Zeit. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Teams konnten wir auch diesen Sommer trotz europaweiter Engpässe einen stabilen Betrieb gewährleisten“, so Flughafen-Direktor Tobias Markert. Trotz der europaweit angespannten Lage in der Flugsicherung und temporären Kapazitätsengpässen bei den Fluglotsen sei der Flughafenbetrieb weitgehend stabil gewährleistet worden. Bei den ankommenden Flügen waren die Verspätungen höher als bei den Abflügen – ein Zeichen für die effiziente Arbeit der Boden-Teams.

Die Zahl der umstrittenen Starts nach 23 Uhr ist derweil im Sinkflug: Seit dem 1. Februar 2022 gilt am Euro­Airport, dass Flugzeuge ihre Parkposition spätestens um 23 Uhr verlassen haben müssen. Dadurch ist die Zahl der sogenannten Nachtflüge deutlich zurückgegangen: 2024 lag sie über 60 Prozent unter dem Wert von 2019, in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres mehr als 70 Prozent darunter. Verspätete Abflüge sind nur zulässig, wenn die Airline dafür nicht verantwortlich ist. Seit 2024 gelten am EAP erhöhte Abend-Lärmgebühren für die Airlines. Insgesamt verschickte die zuständige Kontrollbehörde ACNUSA seither Bußgelder in Höhe von 3,7 Millionen Euro.

Terminal

„Die Zahlen zeigen, dass das Zusammenspiel aus Regeln, Anreizen und Kooperation Wirkung entfaltet“, kommentiert Markert. Man sei sich aber bewusst, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht, um die weiterhin bestehenden Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte über Schweizer Gebiet schrittweise zu verringern: „Dieses Ziel verfolgen wir konsequent mit dem Anspruch, die Nachtruhe der Anwohnenden weiter zu verbessern.“

Am 26. Oktober ist der Winterflugplan in Kraft getreten. Bis zum 28. März bieten seither 24 Fluggesellschaften 88 Direktverbindungen in 33 Länder an – hauptsächlich innerhalb Europas und in den Mittelmeerraum. Zudem werden aus Basel Umsteigemöglichkeiten über internationale Drehkreuze wie Paris, Wien, London, Dubai, Amsterdam, Frankfurt, München, die großen türkischen Airports oder Barcelona erreicht.

Fotos: © Tristan Vuano; EuroAirport