Leichter Absacker – FWTM veröffentlicht Tourismuszahlen für 2025 Politik & Wirtschaft | 17.03.2026 | chilli

2025 ging es leicht talwärts: Die Schauinslandbahn zählt zu den Touristenzielen in Freiburg. 2025 ging es leicht talwärts: Die Schauinslandbahn zählt zu den Touristenzielen in Freiburg.

In Freiburg gibt es keinen neuen Übernachtungsrekord. Die Zahl in den Betrieben mit mindestens zehn Betten ging um 1,9 Prozent auf 2,13 Millionen zurück. Die Hoteliers meldeten 1,52 Millionen Übernachtungen, 1,6 Prozent weniger als 2024. „Die Rückgänge sind angesichts der gedämpften Konjunktur als Normalisierung auf hohem Niveau zu interpretieren“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die durchschnittliche Bettenauslastung in der Hotellerie hingegen legte um 1,2 Punkte auf 55,2 Prozent zu und liegt deutlich über dem Landeswert von 41,3 Prozent. Auch im Gesamtreiseverkehr (einschließlich Campingplätzen und Jugendherberge) wurde mit 50 Prozent eine überdurchschnittliche Auslastung erreicht.

Positiv entwickelten sich auch die internationalen Zahlen: Die ausländischen Übernachtungen stiegen auf 632.347 (+3,1 Prozent). „Die Zahlen zeigen, dass Freiburg auch in einem anspruchsvollen Umfeld strukturell stark bleibt. Wir konsolidieren uns auf hohem Niveau, bauen unsere internationale Marktposition aus und investieren gezielt in Qualität“, so Christian Gross, der bei der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH (FWTM) die Abteilung Tourismus und Innenstadt leitet.

Der Tourismus in Freiburg stützt sich auf ein strukturell stabiles Modell. Freizeit-, Kultur- und Naturtourismus sowie der Kongress- und Geschäftsreisetourismus sorgen für eine verlässliche Nachfrage. Die strategischen Maßnahmen des Tourismuskonzepts – etwa die Profilierung des Themenfelds „Natur & Aktiv“, die internationale Marktbearbeitung oder die Weiterentwicklung des MICE-Segments – stärken diese Entwicklung nachhaltig.

Eine repräsentative Studie der FWTM hatte im Dezember belegt, dass die überwiegende Mehrheit der Freiburger dem Tourismus in ihrer Stadt positiv gegenüberstehen. Die Steigerung der Tourismusakzeptanz und des Tourismusbewusstseins ist ein zentrales Ziel des Tourismuskonzepts für Freiburg und bildet die Grundlage für eine nachhaltige Destinationsentwicklung.

65 Prozent von 400 Befragten hatten die Auswirkungen des Tourismus auf Freiburg als „eher oder überwiegend positiv“ bewertet. 91 Prozent sehen den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor, 86 Prozent als bedeutenden Imagetreiber, 74 Prozent betonen die Rolle des Tourismus für attraktive Arbeitsplätze, 77 Prozent für das vielfältige gastronomische Angebot.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Freiburg im Tourismus solide aufgestellt ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass tragfähiges Wachstum kein Selbstläufer ist“, kommentiert Christoph Glück, der Vorsitzende des Dehoga Freiburg. Um zusätzliche Impulse zu setzen, brauche es eine konsequente Umsetzung des Tourismuskonzepts, insbesondere mit Blick auf das Business- und MICE-Segment: „Die kontinuierliche Qualitätsentwicklung und Stärkung dieser wichtigen Querschnittsbranche sollte dabei klare Priorität haben.“

Wie in Freiburg hat sich auch der Tourismus in Baden-Württemberg als robust erwiesen. Laut den Zahlen des Statistischen Landesamts sind im vergangenen Jahr rund 24,1 Millionen Gäste ins Land gekommen (plus 1,5 Prozent zum Vorjahr) und haben für rund 58,7 Millionen Übernachtungen gesorgt. 2024 war im Ländle ein Rekordjahr, auch wegen der Fußball-Europameisterschaft.

Foto: © FWTM-Spiegelhalter